Wintergrillen leicht gemacht: 10 einfache Tipps & Tricks

Wintergrillen, Grillen im Winter

Minusgrade, Schnee und Grillen? Passt das zusammen? Für viele ist das Grillen eine für die Sommerzeit reservierte Aktivität. Tatsächlich erfreit sich Wintergrillen aber immer größerer Beliebtheit. Warum sollten Sie denn auch auf die Leckereien frisch zum Grillen im Winter verzichten? Eingefleischte Grillfans lassen sich von fallenden Temperaturen nicht beeindrucken.

Egal wie kalt und eisig der Winter ist, mit der richtigen Vorbereitung ist ein gemütlicher Abend am Grillfeuer mit Freunden auch im Schnee sehr angenehm und bei einem Date eine gute Gelegenheit zum Kuscheln.

In diesem Artikel geben wir Ihnen daher Ideen und Anregungen, wie Sie sich auch in der kalten Jahreszeit warmhalten können und das Wintergrillen zum vollen Erfolg wird.

Im Sommer ist die Gestaltung eines gemütlichen Grillabends ein Klacks. Gartenstühle und Tisch rausstellen und den Grill anwerfen. Und wenn’s was ganz besonders sein soll, dann noch ein paar Fackeln oder eine Feuerschale zur späten Abendstunde anzünden, wenn in der Dämmerung das Licht so langsam schwindet. Einem gemütlichen Abend steht dann nichts mehr im Wege.

Im Winter ist ein wenig mehr Mühe gefragt, damit das Wintergrillen so richtig gemütlich wird. Für hartgesottene Grillfans finden sich mit ein paar Tipps und Tricks aber durchaus Möglichkeiten, dass das Grillen im Winter kuschelig warm wird. Und gerade dann, wenn nicht jeder auf die Idee kommt, eine Grillparty zu veranstalten, wird die Feier schnell etwas ganz besonderes.

Hier Tipps, die auch im Winter für eine kuschelige Atmosphäre sorgen:

1. Mit Sitzkissen und Decken eindecken

Entspannen kann man sich nur, wenn man nicht in der Kälte bibbernd im Garten sitzt. Nehmen Sie sich deswegen einfach ein Beispiel an den vielen Restaurants, die auch im Herbst und Winter Außengastronomie anbieten. Alle Sitzplätze sollten mit einem dicken Sitzkissen und einer guten Winterdecke ausgestattet sein, damit Sie und Ihre Gäste sich gut einmurmeln können. Die kühle Winterluft im Gesicht spüren und es trotzdem warm haben, ist eine wirklich angenehme Erfahrung.

2. Wärmequellen sorgen für die perfekte Temperatur

Wenn Ihnen trotz dicker Decke, Sitzkissen und Winterkleidung kalt wird oder Sie sich nicht dick anziehen wollen, können Sie auch auf zusätzliche Wärmequellen setzen. Restaurants stellen hier zum Beispiel Wärmestrahler und Heizpilze auf. Auch Feuerschalen sind eine beliebte Wärmequelle in Gärten, die ebenfalls für eine schöne Atmosphäre sorgen.

3. An stimmungsvolle Dekoration denken

Auch die passende Dekoration sollte beim Wintergrillen natürlich nicht fehlen. Das Auge ist schließlich nicht nur beim Essen mit! Mit der richtigen Deko wie Fackeln und thematisch passenden Elementen auf der Terrasse oder dem Grilltisch ist das Grillen im Winter gleich doppelt so gut.

4. Schlechtes Wetter beim Wintergrillen einplanen

Wie schon im Herbst, spielt das Wetter auch im Winter gerne mal nicht mit und das Wintergrillen droht auszufallen. Aber das muss nicht sein! Besitzen Sie einen Elektrogrill, dann können Sie das Grillvergnügen in diesem Fall nämlich ganz leicht an einen wetterfesten Ort verlagern. Eine Grillparty im Wintergarten oder Wohnzimmer ist eben immer noch besser als gar keine Grillparty!

Der rauchige Geschmack des Kohlegrills fehlt Ihnen? Auch für dieses Problem gibt es die passende Lösung. Mit Liquid Smoke und Rauchsalz können Sie den rauchigen Grillgeschmack  auch mit Fleisch vom Elektrogrill genießen.

Die richtige Grilltechnik für’s Grillen im Winter

Sie haben für Gemütlichkeit gesorgt und fragen sich, wie es weitergeht? Damit das Grillen im Winter zum Erfolg wird, haben wir natürlich noch ein paar weitere Tipps für Sie!

Wussten Sie zum Beispiel schon, dass Grillfleisch bei Kälte schnell am Grillrost festkleben kann? Auch bei der Grilltechnik sind beim Wintergrillen nämlich ein paar Tricks zu beachten. Haben Sie die einmal gelernt, dann sind Sie allerdings ein echter Grillmeister, dem man nicht so schnell gleichziehen kann.

1. Grillrost mit Speiseöl einpinseln

Grillfleisch kann bei kälteren Temperaturen schnell am Grillrost oder an der Grillplatte festkleben und dann anbrennen oder sogar auseinanderreißen. Ein einfacher Trick, um dies zu verhindern, ist es, den Rost oder die Platte vor der Benutzung großzügig mit einem Speiseöl Ihrer Wahl einzupinseln.

2. Veränderte Garzeiten beachten

Wenn es kalt ist, klebt Fleisch und anderes Grillgut nicht nur schneller an, sondern auch die Grillzeit verändert sich. Wenn Sie Ihr Grillsteak also gerne Medium Rare essen, sollten Sie auf die veränderten Garzeiten des jeweiligen Fleisches achten.

Unsere Tipps für verschiedene Fleischsorten:

Für dünnes Grillfleisch oder kleine Grillstücke sollten Sie das Grillgut direkt der Hitze aussetzen, damit das Fleisch schnell durch ist, aber nicht zu viel Saft verlieren kann. Wenn Sie das Fleisch zum Beispiel längere Zeit bei niedriger Hitze garen, wird es zäh und trocken.

Für große und dicke Fleischstücke (z.B. dickere Steak-Arten, Rippchen und Huhn) sollten Sie es umgekehrt machen und indirekte Hitze nutzen. So wird das Fleisch gut durcherhitzt – und das ohne, dass es von außen verbrennt. Schieben Sie dazu bei einem Kohlegrill die Kohlen an die Seite oder nutzen Sie bei einem Gasgrill die seitlichen Brenner. Am besten eignen sich für längere Garzeiten Kugel- und Keramikgrills mit Deckel oder ein Smoker wenn’s richtig zart und geschmackvoll werden soll.

3. Fleisch richtig warmhalten

Im Sommer muss man sich hierüber keine Gedanken machen. Beim Wintergrillen ist dieser Punkt allerdings besonders wichtig. Kaltes Fleisch schmeckt nämlich nur noch halb so gut! Das liegt vor allem daran, dass die Fette im Fleisch erst richtig lecker sind, wenn Sie entsprechend erwärmt wurden! Beim Grillen im Winter kühlt Ihr leckeres Steak allerdings schnell ab und verliert an Geschmack.

Ein besonders häufiger Fehler ist, dass viele Hobbygriller beim Wintergrillen genau wie im Sommer Keramikteller benutzen. Und genau hier liegt der Fehler! Der kalte Teller entzieht dem Fleisch nämlich die Wärme!

Hier die Lösung:

Benutzen Sie im Winter ganz einfach Papp- oder Holzteller oder Holzbretter für Ihr Grillfleisch. (Bei Brettern bitte an die Rille zum Auffangen des Grillsafts denken!) Ein Alternative besteht darin, Ihre Keramikteller anzuwärmen, um das Grillgut länger warmzuhalten. Passen Sie dabei aber auf, dass die Teller nicht zu heiß werden und Sie sich die Finger verbrennen.

4. Grillkohle richtig lagern

Wollen Sie im Winter mit Holzkohle grillen, dann ist die richtige Lagerung der Grillkohle wichtig. Sollte die Grillkohle nass geworden sein, wird sie beim Anzünden nicht richtig ziehen und es wird schwer, die Kohlen ordentlich durchzuglühen. Lagern Sie die Holzkohle also am besten an einem geschützten Ort wie der Garage oder in einer gut abgedichteten Lagerbox.

5. Bevorraten Sie genug Grillkohle

Kaum etwas ist ein größerer Spielverderber beim Wintergrillen, als wenn der Grill einfach ausgeht, weil keine Kohle mehr da ist. Das Fleisch kann nicht mehr gegrillt werden und im Nu ist der ganze Grillspaß vorbei. Sie sollten daher im Kopf behalten, dass das Grillen im Winter mehr Holzkohle erfordert als im Sommer. Grob geschätzt benötigen Sie ca. doppelt so viele Briketts. Kaufen Sie also genügend Kohle ein!

6. Auch Gas will beim Wintergrillen nicht immer

Genau wie bei der Grillkohle, gibt es auch beim Wintergrillen mit Gas ein paar Besonderheiten. Nicht jedes Gas, das zum Grillen geeignet ist, kann auch zum Grillen im Winter genutzt werden. Butangas wird zum Beispiel schon leicht unter Null Grad flüssig und kann dann nicht mehr zum Befeuern des Grills genutzt werden. Propangas wird dagegen erst bei Minus 42 Grad Celsius flüssig. Wenn Sie also nicht gerade im tiefsten Winter in Sibirien versuchen zu Grillen, dann sollte Propangas problemlos nutzbar sein.

Die passenden Getränke zum Wintergrillen

Jetzt ist es gemütlich und auch das Grillfleisch wird wahrscheinlich gelingen. Was könnte da noch fehlen? Richtig! Die Getränke!

Der Klassiker

Im Sommer sind gekühlte Getränke ganz klar der Favorit in Deutschland. Aber wie sieht es in der kalten Jahreszeit beim Wintergrillen aus? Beim klassischen Bier haben Sie den Vorteil, dass Ihr Getränk im Winter automatisch kühl ist. Aufgepasst muss aber werden, wenn es so kalt ist, dass das Bier einfriert.

Für Bierfeinschmecker ist ein Abend beim Wintergrillen auch eine Chance, sich durch die große Vielfalt an Winterbier und Weihnachtsbier zu kosten. Diese Biersorten sind oft geschmacklich komplett anders als normale Biere und enthalten mehr Alkohol, der für das schöne warme Gefühl sorgt.

Die warme Alternative

Wer es lieber wärmer mag, der kann im Winter einfach auf den beliebten Glühwein oder Punsch zurückgreifen. Die warmen Getränke können zum Beispiel auf dem Seitenbrenner der Grillstation vor sich hinglühen.

Das war’s erst Mal zu unseren Tipps zum Wintergrillen. Sie haben sich auch schon am Grillen im Winter versucht und haben noch mehr Tricks auf Lager? Dann lassen Sie es uns gerne wissen. Wir freuen uns, auf Ihre Kommentare.

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